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Ist das Dirndl in der Weite gut angepasst, kann es sein, dass die Schultern nach oben abstehen.
Oft bekomme ich zu hören: die Dirndlträger stehen ab!
Man kann dann locker mit den Fingern drunter fahren und es meistens noch weiter noch oben ziehen.
Grund hierfür ist ein „zu kurzer Oberkörper“ oder:
Dein Dirndl hat ein zu lang geschnittenes Oberteil.
Es müssen nicht immer beide Probleme auftreten.
Wie das mit den abstehenden Schulter gelöst wird zeige ich in diesem Beitrag.
und du kannst mindestens mit einem Finger locker drunter gehen, dann bitte gerade vor den Spiegel stellen, Schultern locker fallen lassen und versuchen die überschüssige Weite mit Stecknadeln wegzustecken.
Wenn das zu schwierig ist: merken wieviel ungefähr zu viel ist, das Dirndl ausziehen, jetzt die Schulter abstecken, wieder anziehen und kontrollieren, ob es jetzt gut sitzt.
Wenn das der Fall ist, die neue Schulternaht, wo die Stecknadeln jetzt sitzen, mit einem Heftfaden markieren, am besten hinten und vorne.
Dann die Stecknadeln entfernen.
Zuerst muss in der Taille ein Stück weit der Rock abgetrennt werden, damit das Oberteil teilweise etwas gewendet werden kann. Meistens reichen 15- 20 cm.
Dann wird der Bereich um die Schulternaht großzügig aufgetrennt, jedoch nicht die Schulternaht selbst!
Es werden also Armausschnitt und Ausschnitt vom Futter getrennt.
wird jetzt durch die Taillennaht unten gewendet, so dass man gut an die Schultern dran kommt.
Die Schulternnähte jetzt entlang der Heftfäden stecken und neu nähen, jeweils an Futter und Außenstoff.
Danach die Nahtzugabe auf ca, 1,5 cm zurück schneiden.
Bei diesen Arbeiten ist ein Handmaß wie das Prym Handmaß äußerst hilfreich.
Damit kannst du viel exakter Messen und gewinnst dadurch zusätzliche Sicherheit beim Arbeiten.
Und zum auftrennen am besten einen größeren Nahtauftrenner, der gut in der Hand liegt, benutzen. Die kleinen Dinger die meistens bei der Nähmaschine dabei sind, machen mit der Zeit „lahme“ Finger, vertrau mir! So etwas wie dieser hier, wird das Auftrennen viel leichter machen.
Jetzt wirst du feststellen:
Die Schultern passen von der Breite her nicht mehr zusammen. D.H. der vordere Träger wird schmaler sein, als der vom Rückenteil.
Meistens passen die Armausschnitte aber noch recht gut zusammen.
Also wird nun der hintere Ausschnitt am Rückteil noch korrigiert und so viel weggenäht, bis die Schulternaht die gleiche breite wie das Vorderteil hat.
Hört sich komplizierter an, als es ist!
Stimmt danach alles, werden Oberstoff und Futterstoff wieder zusammen genäht, jeweils am Ausschnitt und an den Armausschnitten.
Nachdem das Oberteil wieder zurück gewendet ist und alles passt, wird gebügelt und abgesteppt. Zumindest falls es vorher auch so gewesen ist.
Im Endeffekt:
Das Dirndl wird wieder so verarbeitet wie es zuvor auch genäht war.
Taillennaht wieder schließen, versäubern uind Rock wieder dran nähen.
Die Dirndlträger stehen jetzt nicht mehr ab und das Oberteil sitzt wie angegossen!
Ja, ich weiß:
Schreibt sich einfacher als es sich liest!
An den meisten Dirndl sind zusätzlich ja Verzierungen angebracht.
Diese müssen natürlich auch entsprechend gekürzt werden. Damit die Optik an der Schulter nicht leidet:
Am besten ganz abtrennen und neu aufnähen…..
Sind in den Ausschnittnähten Paspoile Schnüre eingearbeitet… noch mehr Fleißarbeit.
Da diese Paspolschnüre (Passpoile, oder Paspol) aber schlecht auseinandergeschnitten und wieder zusammen genäht werden können, lasse ich sie an der Schulternaht auslaufend überlappen.
Ich habe alle benötigten Materialien aufgelistet und dazu Angaben für die jeweiligen Stoffe und Größen gemacht.
Außerdem kannst du dir eine Materialliste ausdrucken, auf der du, alles was du für dein Dirndl-Projekt benötigst, eintragen kannst!
Mit diesen Tipps und Tricks bist du bestens gerüstet, um erfolgreich die Stoffe für dein Dirndl zu berechnen.
Ein Dirndl zu nähen ist kein „kleines Nähprojekt für zwischendurch“.
Denn es geht nicht nur um ein Kleidungsstück – sondern um Passform, Proportionen, Stoffwahl, Verarbeitung und ganz viele kleine Details, die am Ende den Unterschied machen.
Genau deshalb habe ich mein Workbook „Dirndl nähen“ entwickelt.
Dieses Workbook begleitet dich Schritt für Schritt durch den gesamten Nähprozess – vom Zuschneiden über die einzelnen Nähschritte bis hin zu zusätzlichen Verarbeitungstipps.
Dabei erkläre ich nicht nur das Wie, sondern vor allem auch das Warum. Und genau das sorgt dafür, dass du sicherer wirst, weniger Fehler machst und dein Dirndl am Ende wirklich passt.
Was dich erwartet:
eine klare Material-Checkliste, damit du nichts vergisst
strukturierte Abläufe, sodass du jederzeit weißt, was als Nächstes kommt
verständliche Erklärungen auch bei anspruchsvollen Techniken
viele Fotos mit den Arbeitsschritten
Gerade wenn du dir ein maßgeschneidertes Dirndl wünschst, aber gleichzeitig selbst kreativ werden möchtest, ist dieses Workbook die perfekte Unterstützung. Denn es verbindet Fachwissen mit Struktur – und nimmt dir gleichzeitig die Unsicherheit.
Wenn du also nicht nur „irgendwie“ ein Dirndl nähen möchtest, sondern ein Dirndl, das wirklich sitzt, hochwertig verarbeitet ist und dich stolz macht, dann findest du im Workbook die Anleitung, die dir bisher vielleicht gefehlt hat.
👉 Hier erfährst du mehr über das Workbook „Dirndl nähen“ und kannst direkt starten.
Ein Trachtenrock wirkt auf den ersten Blick einfacher als ein Dirndl.
Und trotzdem scheitern viele an Details wie Passenverarbeitung, Saumblende oder dem richtigen Stoffverbrauch.
Deshalb gibt es mein Workbook „Trachtenrock nähen inklusive Schnittmuster“.
Denn ein Rock mit Hüftpasse, Schrägstreifen, Faltenlegung und sauber gearbeiteter Saumblende braucht zwar keine Angst – aber definitiv eine klare Anleitung.
In diesem Workbook bekommst du:
ein erprobtes Schnittmuster
eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit klarer Struktur
detaillierte Erklärungen zur Passe und zur Faltenverarbeitung
eine verständliche Begleitung von Anfang bis Fertigstellung
Dadurch entsteht nicht nur ein Rock – sondern ein echtes Lieblingsteil, das du sowohl traditionell als auch modern kombinieren kannst. Nicht zu sehr Tracht aber genau richtig für den Biergartenbesuch!
Und genau das macht den Unterschied:
Du nähst nicht einfach „einen Rock“, sondern ein Kleidungsstück mit Charakter, mit regionalem Bezug und mit deinem ganz eigenen Stil.
Wenn du also schon länger mit dem Gedanken spielst, dir einen Trachtenrock selbst zu nähen, aber noch auf die richtige Anleitung wartest, dann ist dieses Workbook dein nächster logischer Schritt.
👉 Hier findest du alle Infos zum Workbook „Trachtenrock nähen inkl. Schnittmuster“.
Also lass dich nicht entmutigen, wenn nicht alles auf Anhieb perfekt klappt. Meistens lernen wir aus unseren Fehlern am besten.
Also bleib dran!
Herzliche Grüße,
Andrea
Kein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG.